sonstige Presseberichte
   
  Zurück zur Übersicht
   
  sonstige Presseberichte 4. Quartal 2005
   
   
Seitenanfang 22.12.2005 Feuerwehrabteilung Ulm übernimmt neues Feuerwehrfahrzeug
     
    Ein neues Löschgruppenfahrzeug beschaffte die Stadt Renchen für die Feuerwehrabteilung Ulm. Diese Investition ersetzt das vorhandene über 30 Jahre alte Fahrzeug. Die offizielle Indienststellung erfolgt jedoch erst mit der Fahrzeugweihe am 7. Mai 2006. Bis zu diesem Zeitpunkt finden zahlreiche Zusatzproben mit dem neuen Fahrzeug statt. Alle aktiven Mitglieder der Ulmer Einsatzabteilung müssen sich nun intensiv mit dem Fahrzeug und der Beladung vertraut machen, denn im Einsatzfall muss jeder Handgriff beherrscht werden.

Das neue Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF 10/6 baute der renommierte Aufbauhersteller Magirus als Vorführfahrzeug für Fachmessen und Demonstrationen bei Kunden. Nach ersten Gesprächen mit dem Hersteller bot man dieses etwas über ein Jahr junge Fahrzeug zum Kauf an. Da es dem Anforderungsprofil für das mittelfristige Fahrzeugkonzept der Feuerwehr Renchen bis auf wenige Details entsprach, genehmigte der Stadtrat den Vorschlag der Verwaltung unter Bürgermeister Siefermann für diese Beschaffung. Im positiven Sinne hat man mit diesem Vorführfahrzeug auch gespart. Neben vielen kleinen zusätzlichen Ausrüstungsdetails erhielt man somit auch ein ausgereiftes Fahrzeug mit einem deutlichen finanziellen Vorteil gegenüber einem Neufahrzeug. Auch das Land Baden-Württemberg beteiligte sich mit einem Zuschuss.

Der primäre Einsatzzweck des Fahrzeuges liegt in der Brandbekämpfung und einfacher technischer Hilfeleistung. Ein fest eingebauter Wassertank mit 600 Liter Fassungsvolumen speist eine integrierte Feuerlöschkreiselpumpe. Mit dem mitgeführten Wasservorrat kann künftig schneller mit der Brandbekämpfung begonnen werden, da die Wasserversorgung aus einem Hydranten oder Gewässer zu einem späteren Zeitpunkt aufgebaut wird. Weitere wertvolle Minuten werden durch im Mannschaftsraum gelagerte Pressluftatmer eingespart. Bereits während der Anfahrt können sich drei Einsatzkräfte mit den durch die Geräte bereitgestellten Atemluftvorrat ausrüsten. Konsequent wird hier auch in der Abteilung Ulm der in Renchen bereits eingeführte drei Mann starke Angriffstrupp umgesetzt. Dieser leistet im Erstangriff schlagkräftiger Hilfe. Personalsparend kann künftig auch das Einsatzumfeld mit einem ausfahrbaren Lichtmast ausgeleuchtet werden. Als Zusatzbeladung ist eine Schiebeleiter verlastet. Diese erlaubt eine größere Rettungshöhe als die der sonst üblichen kürzeren Steckleiter. Mittlerweile unverzichtbar ist die Druckbelüftungstechnik im Brandeinsatz. Auch der hierfür erforderliche Drucklüfter ist nun im neuen Fahrzeug der Abteilung Ulm verlastet. Mit einigen weiteren Details gewinnt die Feuerwehrabteilung mit der neuen Technik eine höhere Schlagkraft.
     
   
     
    Mitglieder der Feuerwehrabteilung Ulm bei der Fahrzeugübernahme im Herstellerwerk.
     
     
Seitenanfang 26.11.2005 Katharinenball Feuerwehrabteilung Renchen 2005
     
    Im Rahmen des Katharinenballs dankte die Feuerwehr Renchen langjährigen aktiven Helfern.

Vor 25 Jahren traten Uwe Brandstetter, Michael Ganze, Alois Huschle und Klaus Zink in die Feuerwehrabteilung Renchen ein. Seither haben sie im Dienst vielen Bürgern in Notsituation erfolgreich Hilfe geleistet. Für dieses überdurchschnittliche Engagement erhielten sie aus den Händen von Kreisbrandmeister Günther Wurth das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden Württemberg in Silber.

Auch der Spielmannszug baut auf erfahrene Musiker. Die stellvertretende Kreisstabführerin Katrin Hansmann ehrte Joachim Kirn und nochmals Michael Ganze für 30 Jahre musikalisches Engagement mit der Ehrennadel in Gold der Bundesvereinigung deutscher Blasmusikverbände. Beide Geehrten engagieren sich auch über das übliche Maß. Lange Jahre bildeten sie Nachwuchsmusiker an den Instrumenten aus und bringen sich als Stimmführer ein. Als Kreisstabführer steht Hans-Joachim Kirn den musiktreibenden Zügen im Ortenaukreis vor.
     
   
     
    Stabführer Heinz Birk, Kreisbrandmeister Günther Wurth, Joachim Kirn, Michael Ganze, Uwe Brandstetter, Klaus Zink, Alois Huschle, Kommandant Friedrich Urbanek
     
     
Seitenanfang 26.11.2005 Katharinenball Feuerwehrabteilung Renchen 2005
     
    Der festliche Höhepunkt eines erfolgreichen Jahres der Feuerwehr ist der Katharinenball. Am Vorabend des ersten Advents laden die Wehrmänner befreundete Wehren und Hilfsorganisationen ein. Kommandant Friedrich Urbanek konnte zahlreiche Kameraden und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens begrüßen. Es sei ein wichtiges Anliegen auch außerhalb des Dienstgeschehens Kontakt zu pflegen.

Der Spielmannszug der Feuerwehr Renchen gestaltete den ersten Programmteil mit einem Konzert. Dieses bildete auch einen würdigen Rahmen für die Ehrung von langjährigen Mitgliedern der Wehr und des Musikzuges. Auch die Spielleute können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Im Frühjahr erspielten sie bei Bundeswertungsspielen in Aalsfeld eine Bronzemedaille. Diese Stücke bildeten den Höhepunkt des Konzerts beim diesjährigen Katharinenball: Den brillanten Konzertmarsch "Hoch Heidecksburg" schrieb Rudolf Herzer Anfang des 20. Jahrhunderts. Er ist technisch sehr anspruchsvoll und verlangt vom Flötensatz eine große Fingerfertigkeit. Dass man mit dem Klangkörper des Spielmannszuges auch moderne Musik interpretieren kann, bewies der Spielmannszug mit einem gelungenen Abba-Medley und dem Stück "Classic Sound". Qualität und Quantität stehen beim Spielmannszug in einem ausgewogenen Verhältnis, so Kommandant Friedrich Urbanek. Anlass für diese Aussage war die musikalische Vorstellung des Spielernachwuchses. Die Jugendlichen haben sich hierfür an einem extra Probentag vorbereitet.

Bürgermeister Bernd Siefermann dankte den Feuerwehrmännern und Musikern für das Geleistete. In seiner Ansprache ging er nochmals auf die Ersatzbeschaffung des Ulmer Löschfahrzeugs ein. Diese Beschaffung sei Basis für das neu erstellte mittelfristige Fahrzeugkonzept.

Tradition hat auch die Aufführung eines Lustspiels beim Katharinenball. Die Theatergruppe der Wehr präsentierte "Hubertus und Doktor Friedolin". Friedolin (Daniel Schäfer) liegt krank danieder im festen Glauben, dass sein baldiges Ende naht. Seine Frau Maria, gespielt von Melanie Brandstetter, sieht die Lage nicht so dramatisch und nimmt trotzdem mit ihrer Nachbarin an einem Ausflug teil. Damit Friedolin aber nicht gänzlich unbeaufsichtigt bleibt, leistet ihm sein Freund Hubertus (Heinz Schäfer) Gesellschaft. Erstaunlicherweise gelingt es Hubertus mit seiner rustikalen Behandlungsmethode, Friedolin schnell zu kurieren. Aber nicht nur das, Friedolin kommt zur Überzeugung, dass in ihm ein großer Mediziner schlummert. Die Abwesendheit der Frauen nutzen die zwei, um die Wohnstube in eine Praxis zu wandeln. Schneller als ihnen lieb ist, kommt die Kundschaft in die Praxis. Darunter Elisabeth von Finkelbeiner (Christine Krieg), die sich als Moralapostel der Ortschaft herausstellen wird. Danach flüchtet die hochschwangere Doris, dargestellt durch Kerstin Klein, vor ihrem Mann, einem eifersüchtiger jähzorniger Metzgermeister (Hans Brandstetter) zu Friedolin und Hubertus. Dieser hatte sie bei einem Seitensprung mit Michael Hummele (Wendelin Huschle) ertappt. Um dem Ehemann den Vorfall erklären zu können, stellen sie ihm mit List eine Falle. Als unglücklicherweise Roswitha (Patricia Baum) und Maria nichts ahnend vom Ausflug zurückkehren und in die für den tobsüchtigen Metzgermeister aufgestellte Falle gehen, spitzt sich die Lage zu. Aber es kommt noch schlimmer. Bei Doris setzen die Wehen ein und nun muss Doktor Friedolin zeigen, was er vom Geschäft versteht. Zum Glück greifen da Roswitha und Maria rettend ein, so dass es doch noch zu einem dreifachen guten Ende kommt.

Mit viel Applaus dankte das Publikum den Akteuren. Viel Witz und die von allen Darstellern hervorragend gespielten Charaktere sorgten für eine kurzweilige Zeit. Zwei weiteren Helferinnen hinter den Kulissen entgalt er ebenfalls seine Anerkennung. Sabine Zink zeigte sich verantwortlich für die Maske, Sybille Scalisi übernahm die wichtige Aufgabe der Souffleuse.
     
   
     
     
Seitenanfang 09.11.2005 Spätjahreshauptübung Feuerwehrabteilung Ulm
     
    Zu einem simulierten Brandeinsatz rückte die Feuerwehrabteilung Ulm aus. Im Blumenhaus Serrer entzündete laut Übungsvorgabe ein defekter Heizlüfter Dekorationsmaterial und weitere gut brennbare Lagerware. Durch Verrauchung und entsprechende feuerrote Ausleuchtung erkannte der Einsatzleiter bereits auf der Anfahrt den Brandherd und dessen größeres Ausmaß. Bereits zu diesem Zeitpunkt war für ihn erkennbar, dass seine eigenen Einsatzmittel und das Personal nicht ausreichen und veranlasste eine Nachalarmierung. Von den Besitzern des Blumenhauses erhielt er bei seiner Befragung weitere Informationen. Darunter die wichtige Auskunft über einen vermissten Mitarbeiter und Angaben über Zugangswege und Brandgut.

In der Feuerwehreinsatztaktik gilt die wichtigste Faustregel: Menschenleben retten hat Vorrang vor Brandbekämpfung. Entsprechend befahl er zwei Einsatztrupps zur Personenrettung ins Gebäude. Diese schützten sich mit Pressluftatmern vor dem Brandrauch. Von beiden Seiten des Gebäudes gingen die Retter vor. Ein Zugang war durch ein Holztor verschlossen. Dieses öffneten die Ulmer Einsatzkräfte mit einer Motorkettensäge. Während der Personensuche sorgten weitere Kräfte für die Wasserversorgung und leuchteten die Einsatzstelle mit Strahlern aus. Nach der erfolgten Rettung des Mitarbeiters gingen die Feuerwehrmänner zur Brandbekämpfung über.

Kommandant Friedrich Urbanek bescheinigte der Feuerwehrabteilung Ulm eine gut vorbereitete Übung. Bedingt durch die realitätsnahe Übung - Objekt und Vorgaben sind nicht bekannt - ergaben sich auch Kritikpunkte die er offen ansprach. Stellvertretend für die Gemeinde und zahlreich bei der Übung anwesende Ortschaftsräte sprach Ortsvorsteher Peter Spraul seinen Dank für das Engagement aus. Er erkannte in der Übung ein reibungsloses Miteinander in der Abteilung Ulm und eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Renchen und Erlach.
     
   
    Ein Einsatzrupp rüstet sich mit Pressluftatmern aus. Der Gruppenführer führt schriftlich die Einsatzüberwachung des Trupps.
     
   
    Einsatztrupp beim Vorgehen in das Brandobjekt.
     
     
Seitenanfang 04.11.2005 Spätjahreshauptübung Feuerwehrabteilung Renchen
     
    Die Feuerwehrabteilung Renchen führte ihre Spätjahreshauptübung unter realitätsnahen Vorgaben durch. Ziel war es, so Kommandant Friedrich Urbanek, keine perfekt vorbereitete Schauübung darzugeben. Vielmehr sollten Schwachpunkte aufgedeckt und anschließend im Übungsdienst aufbereitet werden. Erstmals hat man nicht eine Übung mit allen rund 60 Aktiven durchgeführt, sondern zwei kleinere Szenarien in Löschzugstärke abgearbeitet. Ein Löschzug besteht aus etwa 30 Mann Besatzung.

In der ersten Übungsvorgabe sollte ein Teilbrand in einer landwirtschaftlich genutzten Garage gelöscht werden. Dabei galt es zusätzlich zwei Personen aus dem Gebäude zu retten. Eine davon lag eingeklemmt unter einem Traktor. Der Einsatzleiter befahl daraufhin die Vornahme von mehreren C-Rohren zur Brandbekämpfung und Riegelstellung um ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Weiteres Personal sicherte den Traktor gegen Wegrollen und hob diesen mit hydraulischem Rettungsgerät zur Personenrettung an.

Die zweite Teilübung fand auf dem Renchener Rathausplatz statt. Dort kollidierte nach der Vorgabe ein Personenwagen mit einem Bagger. Der Fahrer ist in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Als Maßnahmen veranlasste der einsatzleitende Zugführer die kontinuierliche Personenbetreuung und die Sicherstellung des Brandschutzes. Während die Mannschaft diese Aufgaben ausführte entschied er die Vorgehensweise zur Rettung des Verletzten. Diese sah vor, dass zuerst der Betreuungszugang für den Notarzt durch entfernen des Daches mit hydraulischem Rettungsgerät hergestellt wird. Anschließend galt es den Fußbereich im Fahrzeug für die Rettung durch ziehen der Fahrzeugfrontpartie zu vergrößern.

Zahlreich fanden sich zum zweiten Übungsteil Zuschauer ein. Diese erkannten durch die reale Vorgehensweise und Darstellung erst auf den zweiten Blick, dass es sich nicht um einen echten Einsatz handelte.

In der anschließenden Übungskritik gab Kommandant Friedrich Urbanek sein Statement ab. Dieses viel positiv aus, jedoch verschwieg er auch nicht manchen Mangel in der Ausführung. Bürgermeister Bernd Siefermann dankte den aktiven Angehörigen für ihr Engagement. Er freue sich sehr, dass in der Feuerwehr der Wille zur ständigen Verbesserung gelebt wird.
     
   
     
   
     
   
     
     

  Freiwillige Feuerwehr Renchen Startseite     Impressum